Beruf der Woche: Einzelhandel – Textil

Beruf der Woche: Einzelhandel – Textil


Mit einer höflichen Begrüßung – so beginnt für Olivia und die meisten Lehrlinge im Textilhandel die Kundenbetreuung. Die Kunden werden nach ihren Kleidungswünschen befragt und passend dazu Kleidungsstücke gesucht. Gegebenfalls bieten die Lehrlinge auch zusätzliche Leistungen, wie ein Service für Änderungsschneiderei an. Die Textilhandelslehrlinge stehen von Anfang an in Kontakt mit Kunden und sorgen für eine angenehme Einkaufs-Atmosphäre. Man kann viel reden. Oft einmal einen Kunden für sich gewinnen – also dass er immer nur zu dir geht und immer nur von dir bedient werden will. Was mir auch schon passiert ist. Das ist voll eine gute Freude, weil du dir dabei denkst: Ich habe etwas geschafft! Und mir gefällt auch, dass ich ab und zu bei den Damen bin und ab und zu bei den Herren. Also es ist nicht langweilig, es wird immer etwas los sein und das ist etwas ganz Tolles! Persönliche Gespräche mit den Kunden sind dann nochmals an der Kassa möglich. Lehrlinge im höheren Lehrjahr dürfen kassieren. Etiketten und Sicherungen müssen entfernt werden. Und Kunden werden in manchen Geschäften auch bis zur Tür begleitet und dort verabschiedet. Olivia ist eine von 194 Textilhandelslehrlingen in Tirol. Drei Jahre wird ihre Lehrzeit dauern. In 96 Tiroler Betrieben werden derzeit Lehrlinge in diesem Bereich ausgebildet. Eine der Hauptaufgaben von den Lehrlingen: Sie müssen darauf auchten, dass die Flächen ordentlich und sauber sind und, dass Kleidungsstücke aus Umkleidekabinen verräumt werden. Im ersten Lehrjahr werden die Lehrlinge mit € 570 entschädigt. Schnitt und Material – die Lehrlinge müssen sich mit Textilien gut auskennen. Oft einmal auch die Altersklassen. Man kann zum Beispiel einen älteren Herren nicht ein Naketano geben. Eine ganz junge, sportliche Firma – natürlich würde es gehen, aber es ist halt nicht “altersfreundlich”, würde ich sagen. Man braucht auch viel Geduld. Manche Kunden können bisschen länger brauchen, aber das ist ja kein Problem. Man muss nur wissen, wie man mit solchen Kunden umgeht. Man muss halt auch offen sein, freundlich und einfach schauen, dass sich der Kunde wohlfühlt. Hauptsächlich auch Lächeln – also wirklich dem Kunden das Gefühl geben, er ist willkommen bei uns und er kann sich auch wirklich wohlfühlen. Und noch eine weitere, wichtige Aufgabe der Lehrlinge: Schaufenster müssen sauber gehalten und Schaufensterpuppen eingekleidet werden. Jeweils mit der neuesten Kollektion.

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